1. solarer Verkehrslandeplatz in Deutschland:
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Flugplatz Freiburg aus dem Ballon fotografiert: die "grüne Lunge Freiburgs" (Bild durch Anklicken vergrößern) (c) Norbert Blau
Freiburg gilt als die Ökohauptstadt und "Solar-City" Deutschlands und weltweit. Inmitten schönster Natur gelegen, war und ist es Ziel der Freiburger Bürgerinnen und Bürger, die Umwelt zu erhalten und deren Zukunft zu sichern.
Die umweltpolitischen Ziele der Stadt entsprechen dieser Haltung und sind Grundlage für eine dauerhafte und nachhaltige Entwicklung der Stadt.

Flugplatz Freiburg aus dem Ballon fotografiert: grüne Flächen und Platz für Solar-Dächer. (Das Foto entstand vor der Installation der Solaranlagen. Bild durch Anklicken vergrößern)
(c) Norbert Blau
Diesen Zielen ist auch die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH verpflichtet.
Im Jahre 2006 wurden auf den Dächern der Flugzeughangars/Firmengebäuden des Verkehrslandeplatzes Freiburg Photovoltaikanlagen auf insgesamt 800 m² Grundfläche errichtet. Leistung: 94,37 kWp, Stromertrag: ca. 88.000 kWh / Jahr
Der Betrieb dieser Anlagen entlastet die Umwelt von jährlich 47 Tonnen CO².
Die Stromproduktion deckt den Bedarf des Flugplatzes Freiburg komplett.
Freiburg verfügt damit über den ersten solaren Verkehrslandeplatz Deutschlands.
Technische Details finden Sie auf der badenova - Seite:
regiosonne-Anlage "Solarflughafen Freiburg"(externer Link. Der Betreiber übernimmt keine Haftung für Inhalte externer Links)
Flora und Fauna: Biotop Flugplatz
Auf dem Flugplatz fühlen sich viele Tiere heimisch, die von den selten günstigen Bedingungen profitieren: vor Zugang geschützte, weite, offene Flächen, kombiniert mit dichten Gehölzen im Umfeld für Deckung und Ansitz für jagende Vögel. Keine Düngung (außer die Hinterlassenschaften der Schafe zwei mal im Jahr ...), keine Spritzmittel, keine Auftausalze
 Das "Wappentier" der Freiburger Flugleiter: Flugplatz-Turmfalke auf dem Tower - Idealer Ausblick auf sein Revier Foto: R. Egler vom Tower aus
So findet der "Vogel des Jahres 2007", der Turmfalke, findet auf dem Freiburger Flugplatz ideale Bedingungen.
Der NABU (Naturschutzbund) weist darauf hin, daß unter anderem durch den Wegfall solcher Bedingungen gerade auch in Stadtnähe in Baden Württemberg der Bestand an Turmfalken in den letzten 30 Jahren um über 50% abgenommen habe. Denn Falken brüten gerne in alten, höheren Gebäuden von Städten und brauchen in unmittelbarer Nähe freie Jagdreviere - dafür liegt der Flugplatz ideal!
 Jagender Bussard auf dem Flugplatz. Foto: R. Egler vom Tower aus
Und nicht nur fehlende Gelände zum Jagen und Nestbauen sind laut NABU ein Problem: auch Gifte in der Landwirtschaft sind tödlich für den Falken, weil sie auf dem Umweg über die Beutetiere die Falken vergiften. Auf dem Flugplatz werden solche Gifte nicht eingesetzt.
Auch auf das Ausbringen von umweltschädlichen Auftausalzen auf der Start- und Landebahn wird gänzlich verzichtet!
Dabei profitieren die Tiere davon, daß auf dem Flugplatz durch die spezifische Nutzung (Schutzzonen) weite Flächen von jeglicher anderer Nutzung und auch Begehen frei gehalten werden.
Die überwiegend lärmgeschützten Flugzeuge, die sich ausschließlich auf wenigen, ausgewiesenen Flächen bewegen, stellen für die Tiere keine Gefährdung dar.
 Bussard-Pulk über der Rollbahn Foto: Flugleiter R. Egler vom Tower aus
 Kiebitz neben der Landebahn Foto: Flugleiter B. M. Schnekenburger
Auch der "Vogel des Jahres 1996", der Kiebitz profitiert davon, dass auf dem Flugplatzgelände für ihn ideale freie Wiesenflächen geschützt sind.
Solche Flächen, die der Kiebitz zur Futtersuche braucht, werden immer seltener, weil sie in der Landwirtschaft praktisch keinen Ertrag bringen und daher mehr und mehr unter den Pflug genommen werden oder bebaut. Beides ist auf dem Flugplatz verboten - ebenso wie der Zugang. Am Nordende der Bahn sind die Wiesenflächen auf dem Flugplatzgelände auch feucht genug für den Kiebitz
Zitat NABU (Naturschutzbund):
"Der Kiebitz bevorzugt offenes, flaches und feuchtes Dauergrünland, Wiesen, Weiden und Überschwemmungsflächen. Sein Lebensraum - das Feuchtgrünland - ist in Deutschland jedoch selten geworden."
Auch die sehr seltene und vom Aussterben bedrohte braunfleckige Beißschrecke hier ihre Heimat. Sie kommt in Deutschland ausschließlich auf bewuchsarmen Flächen rund um den Kaiserstuhl vor, wie auf dem Flugplatz. Dabei stellt die Population auf dem Flugplatz eine von nur noch zwei Vorkommen dieser Heuschreckenart dar!
Die über Jahrzehnte nur extensive Bewirtschaftung des Flugplatzes führte in Kombination mit Nährstoffarmut und Trockenheit im Süden sowie Freuchtwiesen im Norden zu einem Lebensraumkomplex mit Biotopen, wie er in vergleichbarer Charakteristik und Größe in der gesamten nördlichen Oberrheinebene nur noch an sehr wenigen Stellen vorkommt, teilweise sogar einzigartig ist.
 Kümmern sich nicht um die Flugzeuge: Hasen neben der Startbahn Foto: R. Egler vom Tower aus
Neben den typischen Pflanzengemeinschaften - dies sind vor allem Sand- und Magerrasen -
ist der Gestreifte Klee erwähnenswert. Er ist sommergrün und lebt als einjährige Pflanze oder als mehrjährige Pflanze, deren Überdauerungstriebe kurz oberhalb der Bodenoberfläche überwintern. Bundesweit ist der Gestreifte Klee als gefährdet eingestuft. In Baden-Württemberg und im Naturraum Oberrhein ist er vom Aussterben bedroht.
 Schafherde auf dem Flugplatz. Foto: Möwe
Das Pflegemanagement, wie die durchgeführte Beweidung mit Schafen in den letzten Jahren, hat sich für den Gestreiften Klee positiv dargestellt. Durch die Tiere kommt es immer wieder zu kleinflächigen Bodenverwundungen, welche für die Wiederbesiedelung eine wichtige Rolle spielen.
Die von der Flugplatz GmbH durchgeführten Pflegemaßnahmen stellen sicher, dass sie zu einer nachhaltigen Optimierung des Gebietes beitragen. Im Jahre 2005 konnten auf dem Flugplatzgelände zwei neue Metapopulationen des gestreiften Klees nachgewiesen werden.
 Friedliche Nachbarschaft: der auf dem Flugplatz beheimatete Falke sitzt auf dem Rotor des Rettungshubschraubers Foto: W.Hatzak aus den Räumen der Firma atrics heraus
Es handelt sich bei der Population um die derzeit größte bekannte Population der Art in Baden-Württemberg. Außer dem Vorkommen auf dem Freiburger Flugplatz gibt es lediglich in Nordbaden noch ein kleines Vorkommen (Quelle: Faktorgrün, Denzlingen).
Verbrauch von Flugbenzin zurück zum Start 
Die Motoren von Sport- und Geschäftsreiseflugzeugen brauchen natürlich Benzin wie jeder andere Motor auch. Das Flugbenzin (das ist kein Kerosin und auch nicht steuerbefreit) für Sportflugzeuge entspricht Auto-Super und unterscheidet sich von diesem im wesentlichen nur durch den erheblich höheren Steueraufschlag.
 läuft mit 100% Biosprit: Hase gibt am Startpunkt der Rollbahn Vollgas ... Foto: W.Hatzak aus den Räumen der Firma atrics heraus
Der Verbrauch an Brennstoffen in Deutschland im Vergleich der Verbrauchsarten:
44% Heizöl (Haushalte, Industrie, ...)
30% KFZ-Benzin
22% Diesel
4% Kerosin (für Turbinentriebwerke/Düsentriebwerke in Linien-, Charter- und Transportflugzeugen, "Urlaubsfliegern", große Geschäftsreiseflugzeuge, ...)
0,03% Flugbenzin - und davon ein großer Teil für geschäftlich genutze Propellerflugzeuge.
Damit liegt der Verbrauch an Flugbenzin in Deutschland bei weniger als der Hälfte des Sprits, den Rasenmäher verbrauchen oder der Lufttransport von Blumen aus Afrika ...
Der Anteil an C0² Ausstoß beträgt für alle Flugzeuge im Sichtflugbetrieb (Geschäftsflüge und Sportflüge) zusammen: 0,1129%
Der Flugplatz Freiburg ist tatsächlich bei vielen Wanderern und Ausflüglern als ruhige Zone am Rand Freiburgs beliebt - kein Wunder:
In Freiburg starten pro Tag im Durchschnitt ca. 30 Flugzeuge. Das entspricht während der regulären Betriebszeit zwischen 8Uhr Morgens und 8Uhr Abends keine drei Starts pro Stunde. Im Vergleich dazu: Allein auf der B31 durch Freiburg sind pro Tag 30000 Autos unterwegs und dazu noch 3000 Schwerlastfahrzeuge.
Flugzeuge werden dabei mit ca. 60 - 72 dB(A) gemessen. Das heißt, dass sie oft nicht einmal normale Gesprächslautstärke übertreffen. Die meisten Autos haben einen höheren Innengeräuschpegel und ein extra leiser (Elektro-) Rasenmäher ist mehr als doppelt so laut - und läuft im Durchschnitt länger, als man alle Flugzeuge eines Tages in Freiburg hören kann.
Gedanken zu Umwelt und Fliegen (externer Link auf private Vereins-Website. Der Betreiber übernimmt keine Haftung für Inhalte externer Links)
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Turmfalke auf dem Tower
 Foto: R. Egler / Flugleiter
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Turmfalke, "Vogel des Jahres 2007"
Dem eleganten Jäger fehlt es zunehmend an Nistmöglichkeiten und Lebensraum. Der Flugplatz bietet beides
Foto: (c) www.nabu.com
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Mäusebussard
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Schwarzmilan
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Roter Milan
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Kauz
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Grünspecht Foto: (c) Thomas Kraft
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Gimpel
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Nachtigall Vogel des Jahres 1995
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Standort für Reiher und Cessna
Foto: Wolfgang Hatzack
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Fasan Foto Möwe
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Saatkrähe
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Kaninchen
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Schaf Foto: (c) www.biopix.com
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Beißschrecke
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Gestreifter Klee Foto: (c) www.biopix.com
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Fotos urherberrechtlich geschützt! Wir danken für die Erlaubnis, die Fotos zu veröffentlichen, unter anderem bei:
www.biopix.com
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