Seite 10, 30er/40er Jahre: Freiburgs Flugplatz - Dependancen
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In manchen Kapiteln über den Freiburger Flugplatz war die Konkurrenz mit benachbarten badischen Städten zu erwähnen. welche Ausstrahlungen gingen nun vom Freiburger Flugplatz aus in die Umgebung der Stadt? Zunächst waren es die Segelflieger, die in ihren ersten Anfängen mit dem Fluggelände noch nichts anfangen konnten. Die Segelflieger waren bis zur Mitte der 30er Jahre Gleitflieger, die sich nur kurzfristig in eine beschränkte Höhe erhoben. Dazu brauchten sie Hangwind und Aufwind, deren Verhältnisse in der Freiburger Bucht günstig waren und sind, und zu deren Ausnutzung man Berghänge benötigte. Der „Breisgauverein für Luftfahrt" benützte daher 1931 für seine „Gleiter" ein Gelände in St. Märgen und auf dem Kandel, 1932 in Weilersbach bei Oberried und auf dem Feldberg.
Auch in den folgenden Jahren wurde Gelände außerhalb der Stadtgemarkung benutzt, so am Bohlhof und bei Schopfheim im Wiesental. Erst der Einsatz einer in Selbstbau auf einem 12-Zylinder Horch hergestellten Winde und die Benutzung eines vereinseigenen „Klemm-Leichtflugzeug" 1935 machten die Berghänge überflüssig, so daß in den folgenden Jahren und Jahrzehnten echter Segelflugbetrieb unter Ausnützung der in der Breisgauer Bucht besonders günstigen Verhältnisse bezüglich Thermik und Leewellen betrieben werden konnte. Vom Jahre 1936 an datiert also das kameradschaftliche Zusammenwirken von Motor- und Segelfliegern, die auch für die Folgezeit aus optischen und organisatorischen Gründen erhalten bleiben sollte.
In Freiburg zu Hause ist auch eine „Akademische Fliegergruppe" (Akaflieg), die zwar nicht die wissenschaftliche und technische Bedeutung der gleichnamigen Gruppen in Darmstadt und Stuttgart erreicht hat, sich jedoch rührig dem Segelflugsport widmet. 1932 nahm sie mit ca. 20 Mitgliedern am Pfingsttreffen der Segelflieger auf dem Feldberg teil. In den folgenden Jahren benützte sie mit einigen anderen Fliegern aus Freiburg auch ein Fluggelände in Heitersheim im Kreise Müllheim.
Daß auch das „Dritte Reich" den Segelflug für seine Belange einspannen würde, war vorauszusehen. Einmal im Zusammenhang mit dem „Deutschen Luftsportverband", und ein ander Mal wieder unter der Federführung der „Hitlerjugend", wurde das bereits genannte Gelände in Weilersbach bei Oberried von Ende 1934 bis Mitte 1935 für einen „Gleit-Lehrgang" benützt. Die notwendigen technischen und geländemäßigen Arbeiten wurden vom Flughafen Freiburg aus durchgeführt. In den gleichen Jahren verwendet auch die „Gebiets-Fliegerschule" der „HJ" dieses Gelände, nachdem auch Berghänge am Schönberg bei Ebringen und das Gelände am Baldenwegerhof für den Segelflug durch diese Organisation genutzt wurden.
Die im Frühjahr 1934 von Bruchsal nach Freiburg verlegte „HJ-Gebiets-Fliegerschule" für Baden war zunächst in der Schwimmbadstraße 8 und ab l. 4. 1935 im Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Fliegerkaserne in der Heidenhofstraße 21 mit dem „DLV" einquartiert. 1935 sollte auch eine „Flugertüchtigung" für den „BDM" eingeführt werden. Die Unterbringung sollte im Peterhof erfolgen, während das Übungsgelände der „HJ" am Schönberg auf Ebringer Gemarkung mit verwendet werden konnte. Im Jahre 1936 waren auch Ansätze für einen Segelflugsport des „Deutschen Luftsportverbandes" in Verbindung mit dem Institut für Leibesübungen der Universität vorhanden. Von Freiburg aus beflogen wurden auch die „Winterflugtage" auf dem Titisee in Verbindung mit Motorrad- und Autowettfahrten. Daher bürgerte sich der Name „Eisrennen" ein. Die Freiburger Linienmaschine der Lufthansa, eine Junkers F 13, nahm 1932 daran teil, 1934 auch Ernst Udet mit seinem „Flamingo "-Doppeldecker.
Daß auch das „Dritte Reich" den Segelflug für seine Belange einspannen würde, war vorauszusehen. Einmal im Zusammenhang mit dem „Deutschen Luftsportverband", und ein andermal wieder unter der Federführung der „Hitlerjugend", wurde das bereits genannte Gelände in Weilersbach bei Oberried von Ende 1934 bis Mitte 1935 für einen „Gleit-Lehrgang" benützt.
Die notwendigen technischen und geländemäßigen Arbeiten wurden vom Flughafen Freiburg aus durchgeführt. In den gleichen Jahren verwendet auch die „Gebiets-Fliegerschule" der „HJ" dieses Gelände, nachdem auch Berghänge am Schönberg bei Ebringen und das Gelände am Baldenwegerhof für den Segelflug durch diese Organisation genutzt wurden.
Die im Frühjahr 1934 von Bruchsal nach Freiburg verlegte „HJ-Gebiets-Fliegerschule" für Baden war zunächst in der Schwimmbadstraße 8 und ab l. 4. 1935 im Wirtschaftsgebäude der ehemaligen Fliegerkaserne in der Heidenhofstraße 21 mit dem „DLV" einquartiert. 1935 sollte auch eine „Flugertüchtigung" für den „BDM" eingeführt werden. Die Unterbringung sollte im Peterhof erfolgen, während das Übungsgelände der „HJ" am Schönberg auf Ebringer Gemarkung mit verwendet werden konnte.
Im Jahre 1936 waren auch Ansätze für einen Segelflugsport des „Deutschen Luftsportverbandes" in Verbindung mit dem Institut für Leibesübungen der Universität vorhanden. Von Freiburg aus beflogen wurden auch die „Winterflugtage" auf dem Titisee in Verbindung mit Motorrad- und Autowettfahrten. Daher bürgerte sich der Name „Eisrennen" ein. Die Freiburger Linienmaschine der Lufthansa, eine Junkers F 13, nahm 1932 daran teil, 1934 auch Ernst Udet mit seinem „Flamingo "-Doppeldecker. Die fliegerische Tätigkeit auf den „Außengeländen" endeten 1936, als alle Sparten und Organisationen auf dem Freiburger Flugplatz zusammengefaßt wurden. Lediglich zu Beginn des zweiten Weltkrieges und etwa bis 1942 wurde beim Baldenwegerhof in Wittental auf dem Gewann „Großmatte" ein Ausweichplatz angelegt.
1956 wurde er noch einmal kurzfristig für ein Flugzeug zur Schädlingsbekämpfung benutzt. Heute sind dort landwirtschaftliche Pflanzungen und Oberleitungen vorhanden, so daß kaum jemand auf die Idee kommen würde, daß dort noch vor über dreißig Jahren Arado-Doppeldecker der Typen Ar 66 oder Ar 68 landeten; sowie Henschel-Aufklärer des Typs Hs 126, Jagdflugzeuge Me 109 und sogar gelegentlich Ju 52 Transportflugzeuge den Platz benutzten. Ein weiterer bei Forchheim am Kaiserstuhl geplanter Hilfsflugplatz wurde durch den Verlauf des Krieges überflüssig.
In den Jahren zwischen den beiden Kriegen ist für den Freiburger Raum eine bedeutende segelfliegerische Sportveranstaltung zu nennen. Es ist das bereits erwähnte „Pfingsttreffen der Segelflieger" 1932 auf dem Feldberg. Es handelte sich bei dem „Ersten badischen Segelflugwettbewerb" um die erste derartige Veranstaltung im Land Baden, die das Ziel verfolgte, den Feldberg aufgrund seiner besonders günstigen meteorologischen Bedingungen zu einem ähnlichen Segelflugzentrum auszubauen, wie die Rhön.
Die Initiative ging vom „Badisch-Pfälzischen-Segelfliegerverband" aus, während die örtliche Organisation durch den „BLV" - Prof. Dr. Robert Liefmann - durchgeführt wurde. Aus Freiburg beteiligten sich der „BLV" und die „Akademische Fliegergruppe", die ihre neue Schulmaschine „Zög- ling" vorführte. Insgesamt waren 11 Maschinen auf dem Feldberg. In der Folgezeit wurde jedoch der Feldberg von den Segelfliegern nicht mehr benutzt und er erlitt damit das gleiche Schicksal, wie die Ansätze auf dem Kandel und auf dem Schauinsland. Immerhin setzte der Feldberg 1913 mit dem Höhenweltrekordflug des Fliegers Faller und mit dem „Pfingsttreffen der Segelflieger" 1932 zwei Marksteine in der Geschichte der Fliegerei.
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