Flugsportvereine in Freiburg:

"Flugsport", "Reiseflug" und "Hobbyfliegen"?

Was machen die Flieger?



Reise- und Sportflugzeuge "Cessna" (Flügel oben im Bild) und "Morane Rallye" (Hintergrund) aus Freiburg im Dämmerlicht über dem Bodensee. Fliegen ist der älteste Traum der Menschen, der wahr gemacht werden kann. Diesem Bild sieht man an, warum es die Menschen so begeistert. Das zu erleben setzt aber eine gute Ausbildung, ständiges Training und verantwortungsvolles Handeln voraus.
Der Flugplatz ist auch ein Sportplatz

Die Flugsport-Vereine in Freiburg bieten verschiedene Sparten aus dem Bereich des Sportfliegens an.

Mit "Sportflieger" werden alle Aktiven in der Luftfahrt bezeichnet, die nicht für das Fliegen bezahlt werden.

Die Bezeichnung als Luftsport (im Unterschied zu "Hobby") ist deswegen angebracht, weil eine umfangreiche Ausbildung durchlaufen werden muss mit abschließender Prüfung zur staatlichen Pilotenlizenz, regelmäßige Trainings samt offizieller Kontrollen und medizinischer Attests erforderlich sind, und das Fliegen deutliche Ansprüche an Konzentration, Reaktion und Können stellt.

Reisflug, Motorflug zum Seitenanfang

aus Freude am (Selber-)Fliegen, an Flugzeugen und am Reisen mit dem Flugzeug zu einem nahen oder fernen Ziel - der Weg ist auch ein Ziel!
Zu einem Flugplatz in der Umgebung (zum Beispiel Rottweil, 35 Minuten) oder für einen Urlaub bis nach Mallorca, den Kanaren oder Skandinavien. Oder mal einen Ausflug mit Freunden über den Schwarzwald.

Der Aufwand für Ausbildung und ständiges Training macht dabei auch das "reine Reisefliegen" zum Sport

Flugzeuge:
die hier typische Flugzeuge sind weit verbreitet und daher oft auch dem Nichtflieger ein Begriff: Cessna 172, Piper, Robin, ...

2 - 4 - Sitzig
Reiseflugzeuge sind relativ bequem zum Einsteigen, komfortabel ausgestattet (da gibt es aber Unterschiede wie bei Autos), meist mit Satellitennavigation und besonders einfach und stabil zu fliegen

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Das klassische Reisflugzeug "Cessna 172" (4 Sitzplätze) und die leichte, 2sitzige "Bölkow-Junior" Reisemaschine. Typisch: hoch liegende Tragflächen für ruhiges Flugverhalten und einfaches Landen.
Sportfliegen allgemein: Kunstflug, Rallyeflug zum Seitenanfang

Beim speziellen Sportfliegen liegt das Augenmerk noch mehr auf dem Training weitergehender Verfahren und auf dem Fliegen selbst - jeder Schifahrer, Cabriofahrer, Motorradfahrer, ... kennt das: der Weg ist das Ziel.

Flugzeuge:
Natürlich werden Sportflugzeuge auch für Reisen benutzt, sind aber weniger komfortabel, und haben nur minimalen Gepäckraum (vergleichbar Sportwagen) und/oder oft auch kleinere Tankvolumen.
Sie haben je nach Einsatzzweck eine Spezialausstattung wie extra hohe Belastbarkeit, und sind meist leichter und wendiger gebaut. Das senkt auch den Komfort (bei gleich wirksamer Außengeräuschdämmung wird das Cockpit nach innen weniger gedämmt, weniger gepolstert und verkleidet, die Besatzung trägt Kopfhörer). Die höhere Agilität und Kurventauglichkeit erfordert auch ein höheres Maß an Training bei der Besatzung.

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Sportfliegen: Kunstflug zum Seitenanfang

Beim Kunstflug werden Figuren wie Looping geflogen, für die eine spezielle Ausbildung (mit staatlicher Prüfung), ständiges Training und speziell dafür ausgelegte Flugzeuge erforderlich sind.
In Meisterschaften werden die genau vorgeschriebenen Flugfiguren bewertet wie beim Eiskunstlauf. Wegen der viel weniger dichten Bebauung trainieren auch die Freiburger Kunstflugpiloten meist in Osteuropa.
Kunstflieger müssen auch körperlich wie ein Sportler trainiert sein, nicht nur wegen der hohen Belastungen, sondern auch wegen der geistigen und körperlichen Anstrengung im Flug. Klatschnaß geschwitzt nach nur 20 Minuten Kunstflug wieder zu landen ist völlig normal!

Flugzeuge:
Einsitzige Kunstflugzeuge (Trainerversion: 2-sitzig).
In Freiburg gibt es die Typen "Yak", "Pitts" und Zlin. Aber auch die in Freiburg stationierten Doppeldecker-Oldtimer "Stampe" sind voll kunstflugtauglich und werden bei speziellen Oldi-Meisterschaften erfolgreich eingesetzt.
Freiburg hat schon mehrer Nationale Meister und Mitglieder der Nationalmannschaft hervorgebracht.

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Zwei Kunstflugzeuge aus Freiburg aus zwei Epochen: links die Yak55 aus den 70er Jahren. Auffallend: die Flügel sind völlig gerade und genau in der Mitte für schnellstmögliche Steuerreaktionen und ohne automatische Stabilisierung. Rechts der "Stampe"-Doppeldecker aus den 40er Jahren. Langsamer aber auch kunstflugtauglich.
Beide Flugzeuge sind bis heute aktiv im Einsatz - hier beim Flugtag in Altdorf.
Sportfliegen: Rallyeflug zum Seitenanfang

bei Rallyes gilt es Aufgaben zu lösen wie: Finden versteckter Punkte aus der Luft (z.B. eine Burgruine), oder exakte Flugplanung, bei der die Leistung daran gemessen wird, wie exakt die Besatzung vor dem Flug angeben konnte, wie lange sie für eine vorgegebene Strecke beim herrschenden Wetter braucht.
Es kommt nicht auf eine hohe Geschwindigkeit an, sondern auf präzise Planung, gute Wetterkenntnisse und Beherrschung von Navigation und Technik.

Flugzeuge:
2 + 2 -Sitzig (im Sporteinsatz ohne Gepäck und mit zwei Besatzungsmitgliedern geflogen)
Rallyeflugzeuge sind meist für extreme Kurzstart- und Landeeigenschaften und Langsamflug ausgelegt und wie Geländewagen besonders robust und sicher gebaut, um auch auf kurzen und holprigen Wiesen landen zu können.
In Freiburg ist zum Beispiel eine "Morane Rallye 150" stationiert, mit der schon Rallyes gewonnen wurden.

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Rallye-Flugzeug "Morane" mit Spezialisierung auf Langsamflug, Kurzstart und -Landung u. a. durch automatische Vorflügel und großes Leitwerk.
Segelflug, Segelkunstflug, Motorsegler zum Seitenanfang

Alle Sportflugzeuge können ohne Motor fliegen - aber sie kommen halt nicht nach oben ohne Motor und können nur eine vorhandene Flughöhe abgleiten.
Segelflugzeuge sind dagegen mit so guten Gleitflugeigenschaften gebaut - zu erkennen an den schmalen, glatten Rümpfen und der großen Spannweite - daß sie von Aufwinden in die Höhe getragen werden können. Das setzt aber nicht nur ein sauber gebautes Flugzeug voraus, sondern auch einen Piloten, der sich mit den Windverhältnissen und der speziellen Flugtechnik im Aufwind auskennt.
Segelfliegen ist daher ein ständiges Auf und Ab - und verlangt viel Können und Übersicht
Segelfliegen ist damit ein echter Hochleistungssport für Körper und Geist. Es ist normal, trotz nur minimaler Handbewegungen zum Steuern, dabei ganz schön ins Schwitzen zu kommen.
Der Aufwand zu Aufrüsten und nach oben Schleppen der Segler (in Freiburg mit Schleppflugzeugen) bringt fast automatisch die Notwendigkeit mit sich, im Verein zusammenzuarbeiten, zumal die sorgfältige Pflege der Maschinen (teilweise sogar Eigenbau) in den Vereinen durchgeführt wird.

Als spezielle Variante wird mit extra konstruierten Segel-Kunstflugzeugen Kunstflug durchgeführt - auch zweisitzig. In Freiburg gibt es sehr erfolgreiche Segelkunstflieger, die auf nationaler Ebene ganz oben mitmischen.

Flugzeuge:
Neben den Segelflugzeugen betreiben die Segelflugvereine oft auch Motorsegler und Schleppmaschinen, die auch für Reiseflüge eingesetzt werden.
Durch die Aerodynamische Perfektionierung haben die 2-sitzigen Motorsegler dabei den Vorteil, mit kleinen Motoren ebenbürtig zu stärkeren Motorflugzeugen fliegen zu können.

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Anflug in Freiburg mit Segelflugzeug nach Streckenflug

Eigenstartfähiges Segelflugzeug. Die Motorlaufzeit liegt oft bei weniger als 10 Minuten - bei einer Gesamtflugzeit von mehreren Stunden ...
Ultraleichtflug und Tragschrauber zum Seitenanfang

Ultraleichtflugzeuge sind Flugzeuge wie andere Motorflugzeuge auch und sehen auch gleich aus. Aber sie sind leichter gebaut und kommen daher mit kleineren Motoren aus - das ist günstiger, leiser und braucht weniger Sprit. Sie haben maximal 2 Sitzplätze und können wegen des geringen zugelassenen Startgewichts nicht viel Gepäck mitnehmen. Vergleichbar also mit einem Roller oder "Smart" im Straßenverkehr - nur können die nicht fliegen ....

Seit 2009 sind auch die modernen Tragschrauber in Freiburg zugelassen. Technisch sind sie als Kreuzung aus Flugzeug und Hubschrauber zu verstehen. Die Flugschule DynamicSpirit bildet auf diesen sehr populären Fluggeräten aus.

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moderne Ultraleichflugzeuge: sehr effizient und leiser als PKW

Tragschrauber in Freiburg
Fallschirmspringen zum Seitenanfang

Fallschirmspringer genießen die Luft auf eine einmalige Art: gänzlich ohne teschnisches Gerät - sie fliegen frei durch die Luft und steuern Bewegung und Lage mit ihren Armen und Beinen.
In Freiburg ist der Breisgauverein für Fallschirmsprung sehr aktiv, bildet Springer aus, organisiert Springer-Touren auch ins Ausland und führt Tandem-Sprünge für Gast-Springer durch (siehe Foto).

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Ballonfahren zum Seitenanfang

Wer lieber am Himmel schwebt und nur vom Wind vorangetrieben wird, findet seinen besonderen "Stehplatz am Himmel" in der Gondel eines Heißluftballons.
Auch hier gibt es Anbieter am Flugplatz Freiburg

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Weitere Informationen über die Vereinsaktivitäten: hier

Autor, viSdP: "Möwe"

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