100 Jahre Flugplatz Freiburg 2007:

21.7. und 22.7.2007

JU-52-Veteran und Buchautor im Cockpit


Ernst-Günther Klatt nach 60 Jahren wieder am Steuer der JU 52


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Ernst-Günther Klatt vor der
JU 52 - er war im 2. Weltkrieg Flugzeugführer auf der JU 52 gewesen


Herr Klatt vor dem Flug. Er erzählt dem Autor von seinen Flügen mit Schwerverwundeten mit der JU 52 im Krieg. Teilweise sei die "Tante Ju" so voll mit Verwundeten gewesen, daß er von oben in die Flugzeugführerkanzel einsteigen musste.


alle Fotos: Klatt


Die JU 52 hebt ab.
Man kann nur erahnen, wie der Veteran sich gefühlt haben muss ...


Der 87-jährige verlässt die JU 52 nach dem Flug




Herr Klatt wird für einen TV-Bericht interviewt



Herr Klatt schrieb nach seinem Flug an die Redaktion:

"Hallo Herr Schnekenburger!
Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal für Ihre Hilfe bedanken.
Es war ein unvergessliches Unternehmen.
Das Wetter war einwandfrei. Der Flug über den Schwarzwald bei bester Sicht herrlich.

Vor allen Dingen durfte ich auf dem Rückflug ans Steuer der Ju. In Richtung Schluchsee - Feldberg. Das größte Erlebnis und das mit 87 Jahren.
Vielen Dank Ihr Ernst-Günther Klatt"



Anmerkung der Redaktion:

Ich danke Ihnen, Herr Klatt. Wer weiß, wie vielen unserer Soldaten Sie mit ihrem Einsatz das Leben geretten haben!

Auch mein Vater verdankt sein Überleben im Krieg wohl einem tapferen Ju-52-Piloten, der ihn aus einer Kesselschlacht an der Ostfront ausgeflogen hat - unter feindlichem Beschuss.
Mein Vater würde seit diesem Flug allerdings nie wieder in eine Ju-52 einsteigen. Denn er hätte nie in seinem Leben so Angst gehabt (nicht einmal bei seinen Front-Einsätzen). Daraus kann man ermessen, was die Piloten leisteten!

Ihr Berhnard Schnekenburger.

Herr Klatt hat inzwischen sein Buch "Die Liebe zur Ju 52" fertiggestellt und veröffentlicht, das er über seine Flüge mit der JU 52 im 2. Weltkrieg geschrieben hat.
Hier eine kleine Leseprobe aus dem Buch "Die Liebe zur Ju 52" von
Ju-52-Veteran Ernst-Günther Klatt:
... Gegen den Willen meiner Eltern, ich sollte Architektur studieren, setzte ich meine Willen durch.
Ich wollte Flieger werden.
Nach Abitur und Arbeitsdienst folgte die erste vormilitärische Fliegerausbildung in Breslau-Gandau. Begonnen mit Klem. 25. Klem 35 , Bücker Jungmann und so weiter , wurden A 2 , B1 , K 1 und K 2 erflogen. Dann brach am 1.9.1939 der Krieg aus. ...
... In Orscha angekommen, suchte man einen Piloten für einen Sanitätsflug nach Warschau.
Ich meldete mich sofort und bekam eine mit Schwerverwundeten vollgepackte Ju zugewisen. Wegen der Gefahr feindlicher Jäger war bis zum Djeper, Breslitowsk, Tiefflug vorgeschrieben.
Schon lange vor Warschau hatte der Funker gemeldet, dass wir Schwerverwundete an Bord hatten. Mehrere Sankas warteten schon auf dem Rollfeld.
Ich hoffe, dass durch diesen Flug mancher Kamerad rechtzeitig in richtige Behandlung kommen konnte. ...



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